Retro, was man beim ausmisten so findet

Juni 2022

In den 90ern sensationelle 100MB Kapazität für Backups, und bezahlbar. Gebaut wurden diese Laufwerke von IOMEGA, mein Exemplar war eine OEM-Version von Epson, anzuschließen über den inzwischen ausgestorbenen Parallelport. Die Laufwerke gabs später auch in einer 250MB-Variante. Die mussten sich dann aber schon gegen CD-Brenner behaupten und waren wegen deren Kapazität von 650MB pro (wiederbeschreibbarer) CD nicht mehr sehr erfolgreich.

Iomega ZIP-Laufwerk in einer Epson-OEM-Version (Parallelport)

Der Nachfolger von DR-DOS, einem Konkurrenzprodukt zu MS-DOS. Microsoft hatte DR-DOS durch bewusste Inkompatibilitäten in Windows 3 platt gemacht. Novell kaufte die Rechte von Digital Research und bekam später tatsächlich noch Schadensersatz von Microsoft. Eine lächerlich geringe Summe allerdings.

Der "grafische Festplattentreiber" Windows 3.1, hier in der "Netzwerkversion" 3.11 mit integriertem TCP/IP-Stack. Der Grund für die despektierliche Bezeichnung war die Tatsache, dass man auf einem Rechner ein lauffähiges DOS installiert haben musste um Windows installieren zu können. Windows lieferte quasi nur eine GUI on-top von DOS. Und war damit genau genommen kein vollständiges Betriebssystem.

Faltblatt zu meinem ersten privaten Mobiltelefon mit passendem Zubehör. Neben telefonieren und SMS konnte man damit sogar spielen. Fest eingebaute Spiele. Nix App-Store, das sollte nochmal gute 10 Jahre dauern.

Heftbeilage der ct aus dem Heise-Verlag. Seinerzeit programmierten die Redakteure für den eigenen Bedarf und liessen die Leser an den Ergebnissen teilhaben. Später gabs dann öfter mal eine CD, noch später DVDs als Heftbeilagen. Die sind inzwischen auch wieder weggefallen und durch Downloads ersetzt :-)
Und T-Online war aus dem "Bildschirmtext" (BTX) der Bundespost hervorgegangen. Dem hatte man irgendwann mal - als es nicht mehr anders ging und die Kundschaft weglief - Netz-Übergangsknoten ins aufkommende Internet spendiert, der erste war in Ulm und von Anbeginn dauerhaft überlastet. Das Internet hat BTX/T-Online dann kannibalisiert und es blieb neben der Firma T-Online als Zugangsprovider nur noch ein Internet-Portal übrig.

Die NT-Reihe war Microsofts Profi-Serie und lieferte echte Betriebssysteme. Kein DOS-Unterbau mehr ;-) Hier ein Exemplar der V4.0. Die zweite CD ist übrigens das ServicePack 3.

Noch Originalverpackt weil auf dem zugehörigen Notebook direkt Linux installiert wurde: Windows XP. Wenn man die GUI auf den Stand des Vorgängers Windows2000 eingestellt hatte, konnte man richtig gut damit arbeiten ohne Augenkrebs zu bekommen.

Das ist die Rückseite der XP-Packung. Seinerzeit wurde man mit den CDs von AOL an allen Ecken und Enden verfolgt. TV-Zeitschriften, Tageszeitungen, Lieferungen von Händlern, überall lagen diese Dinger bei. Ich habe mal ein Vierteljahr gesammelt was bei mir ankam und das Ergebnis an AOL in Hamburg geschickt. In dem Umschlag waren 35 CDs.
Angefangen hatten sie meiner Erinnerung nach mit 10 oder 20 Stunden gratis surfen. Hat mal jemand nachgerechnet, wie viele Tage man ununterbrochen online sein muss, um die angegebenen 650 Stunden überhaupt auszunutzen? Da wäre wenig Schlaf übrig geblieben ;-)